Pädagogisches Konzept
Im Hier und Jetzt.
Kinder haben eine besondere Gabe: im Hier und Jetzt zu leben und dadurch zeitlos glücklich zu sein. Dadurch kann ein Fußweg gelegentlich länger dauern, als vom Erwachsenen geplant — und das ist völlig in Ordnung. Während der Zeit bei hoppipolla dürfen die Kinder diese Gabe voll auskosten. Ich stelle unwichtige Tagesordnungspunkte in den Hintergrund, wenn die Kinder plötzlich eine Pfütze entdecken und lieber unermüdlich hindurch rennen wollen, anstatt direkt zum Spielplatz zu gehen.
Lebensfreude und Leichtigkeit
Kinder sehen ihre Umwelt mit anderen Augen als wir Erwachsenen. Ich freue mich, von ihren unkonventionellen Lösungsansätzen und ihrer Unvoreingenommenheit inspiriert zu werden und gemeinsam mit ihnen unbeschwert die Welt zu entdecken. Das Leben nicht so ernst nehmen. Quatsch machen. Ungeliebte Tätigkeiten wie Anziehen und Wickeln positiv belegen. Spaß haben. Ausgelassen tanzen und herumalbern.
Lernen durch Sinneserfahrungen.
Dazu gehört zum Beispiel in die nasse, kalte Pfütze zu springen, die Konsistenz des Essens mit den Händen zu erfühlen oder die Lautstärke und Höhe der eigenen Stimme zu testen. Hier können sich die Kinder selbstbestimmt ausprobieren.
Ich glaub an dich — damit du es selbst tust.
Das Vertrauen in das eigene Können und die eigenen Fähigkeiten ist wichtig, damit ein Kind mutig und selbstbewusst sein kann. Ein Kind erfährt dadurch eine große Selbstwirksamkeit — es ist zuversichtlich und hat die Überzeugung, dass es das schaffen wird, was es sich vorgenommen hat. Die Einzigartigkeit jedes Kindes zu erkennen, es so zu nehmen wie es ist und die Persönlichkeit an lösbaren Aufgaben wachsen zu lassen — das ist der Kern meiner pädagogischen Arbeit.
Ja — und das ist gut so.
In keiner anderen Situation lernt ein Kind so komplex wie im Spiel. Kindliches Spiel braucht Zeit und Raum. Freispiel bedeutet, dass das Kind sich eigenständig für eine Spielform, für die jeweiligen Spielpartner, den Spielort und das Spielmaterial entscheidet. Lernen im frühen Kindesalter ist in erster Linie Lernen durch Wahrnehmung, Bewegung und Nachahmung. Kinder entdecken ihre Welt handelnd — gebannt verfolgen sie Spuren, die ihre Finger im Brei hinterlassen, erforschen die Eigenschaft von Papier, indem sie es hingebungsvoll knicken, knüllen und reißen. Jedes Kind ist von Natur aus neugierig und bildungsbereit. Dabei biete ich unterschiedliche Impulse und bin ihnen im Alltag ein gutes Vorbild. Bei hoppipolla wird eine autonome Entwicklung durch eine geschützte Umgebung ermöglicht. Deshalb dürfen auch die Kleinsten schon altersgerecht mitbestimmen — zum Beispiel bei der Essensauswahl oder den Spielaktivitäten. Die Kinder erleben eine selbstwirksame Teilhabe in Alltagssituationen.
So läuft euer Tag.
- 8:00 Bringzeit Die Kinder kommen an, ziehen sich um und kommen im Raum an. Ein ruhiger Start in den Tag.
- 8:15 Gemeinsames Frühstück Wir setzen uns gemeinsam an den Tisch. Jedes Kind bringt sein Frühstück mit — gegessen wird zusammen.
- 8:45 Freies Spiel Die Kinder wählen selbst, womit und mit wem sie spielen möchten. Ich begleite und bin da.
- 9:30 Besuch der umliegenden Spielplätze Mit dem Turtlebus geht es raus. Frische Luft, Bewegung und die Mainzer Neustadt zum Entdecken.
- 11:30 Gemeinsames Mittagessen Ein warmes Mittagessen, das ich frisch zubereite. Wir essen gemeinsam, in Ruhe und ohne Druck.
- 12:15 Mittagsschlaf Wer müde ist, schläft. Wer nicht schlafen möchte, darf ruhig spielen oder entspannen.
- 14:00 Freies Spiel Noch einmal Zeit zum Spielen, Basteln oder einfach Sein — der Nachmittag gehört den Kindern.
- 14:30 Abholzeit mit Obstteller im Turtlebus Der Tag endet entspannt: mit einem Obstsnack im Turtlebus, bis die Eltern kommen.
Zur Eingewöhnung.
Der erste Schritt ist das gemeinsame Kennenlernen — dann beginnt die Eingewöhnung in eurem Tempo.